![]() Der Fleckensteiner Turm
Skizzenhafte Ansicht des sogenannten
Kurfürstenbaues
(errichtet von Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von
Sötern)
Ende 17. Jahrhundert |
Auf dem Bergrücken zwischen Wadrill und Löster, wo
die beiden
Bäche in die Prims einfließen, erhebt sich die Burg
Dagstuhl.
Über den Erbauer der Burganlage, den Ritter Boemund von Grimburg
aus
dem Hause der Edelherren von Saarbrücken, sind wir gut
unterrichtet.
Seit 1191 stehen seine Vorfahren als Burggrafen und Amtmänner in
Diensten
der Trierer Erzbischöfe. Ihr Verwaltungssitz ist die trierische Landesburg
Grimburg, die Erzbischof Johann I. von neuem aufbauen ließ,
nachdem
sie während des Streites um die Besetzung des Trierer
Bischofsstuhles
zerstört worden war.
Mit Boemund von Grimburg endet die mehr als
hundertjährige
Tätigkeit für
den Trierer Erzbischof. Schon 1270 muss er - im Einvernehmen mit dem
verwandten
Erzbischof Beomund von Warsberg - mit dem Bau der Burg Dagstuhl
begonnen
haben. Allerdings wird die Burg Dagstuhl als solche erst im Jahre
1290
urkundlich erwähnt. Es bleibt dem Trierer Kurfürsten und Erzbischof Philipp Christoph von Sötern (1567-1652)
vorbehalten, durch Kauf, Auslösung und Erbschaft eine
eigene Herrschaft um die Burg Dagstuhl aufzubauen , die er
mit der Begründung des Söternschen Fideikommisses im
März 1635 - kurz vor seinmer Gefangennahme - in die Wege
leitet. Aus Anlass der 700-Jahr-Feier hat der Verein für Heimatkunde Wadern im Jahre 1990 ein repräsentatives Buch - Dagstuhler Geschichtsbilder - herausgegeben mit einem größeren Beitrag Aus der Geschichte der Reichsherrschaft Dagstuhl von Dittmar Lauer. Dort sind auch die teilweise komplizierten Besitzverhältnisse dargestellt: 1290-1375 Herrren von Dagstuhl |